

| Date : between 1334 and 1335
Sizes : 52 cm x 57 cm Material : Oak Acquisition : (1821)
| Item 6 on 15 Flemish and Northern Painting Painting
Area related France
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AcoustiGuide 222 :
Dieses Gemälde und sein Gegenstück, die "Geburt Christi", wurden von Jean de Clercq in Auftrag gegeben. Er war Stifter und Abt des Klosters St. Vaast im heutigen Belgien. Hier sehen Sie ihn im linken Vordergrund. Sein Wappen hängt an einem dürren Baum, und seine Abtei St. Vaast ist im Hintergrund zu erkennen. De Clercq trägt die schwarze Kutte des Benediktinerordens. Siegelring und Krummstab weisen auf seinen Rang als Vorsteher des Klosters. Als eine besondere Auszeichnung galt die reichverzierte Mitra - nur selten wurde sie an Äbte verliehen. Auf unserem Bild hat de Clercq dieses Statussymbol jedoch abgelegt. Mit gefalteten Händen kniet er auf dem Boden, in stille Betrachtung der biblischen Szene versunken, deren unmittelbarer Zeuge er geworden ist. Im Lukas-Evangelium wird berichtet, wie Maria ihre Verwandte Elisabeth aufsucht. Beide Frauen sind schwanger. Elisabeth, im roten Umhang, berührt Marias Bauch und segnet sie mit der Linken. Vom Heiligen Geist erfüllt, preist sie Maria als Mutter des Erlösers. Dabei hüpft das Kind in ihrem Leib. Es ist Johannes der Täufer, der später das Wirken Jesu vorbereiten wird. Um Elisabeths Kopf, Hals und Nacken ist ein Tuch aus weißem Leinen drapiert, der sogenannte Wimpel. Seit dem 9. Jahrhundert war dies die typische Kopfbedeckung für verheiratete Frauen. Jungfrauen hingegen mußten ihr Haar nur zum Kirchgang verhüllen. Das Haar der Maria fällt deshalb offen über ihre Schultern. Auch die Pflanzen im Bild sind als Hinweis auf ihre Jungfräulichkeit zu verstehen. So zum Beispiel die Erdbeere: Sie trägt zur gleichen Zeit Blüte und Frucht und galt daher als Symbol für die jungfräuliche Empfängnis.
Bibliographie : SMB-PK, Gemäldegalerie Gesamtverzeichnis 1996, Abb. 666
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