

| Date : 1858
Sizes : 74 cm x 56 cm Material : Oil on canvas Acquisition : (1910)
| Item 2 on 7 German Painting Painting
Area related Germany
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Signature : Menzel. 1858
Nach dem Wiederauftauchen des Bildes 1905 fälschlich als "Askanischer Platz" lokalisiert.
"Ungewöhnliche Beleuchtungsverhältnisse studierte Menzel immer wieder. Eine Zeitlang hatte, wie Paul Meyerheim berichtet, der Nachtwächter den Auftrag, ihn zu wecken, sobald in der Stadt ein Brand ausbrechen sollte. Kerzen- und Lampenlicht, Mond- und Feuerschein gehören zu seinen bevorzugten Motiven, und er steigert ihre Wirkung oft durch den Reiz von Spiegelungen oder, wie im Fackelzug, durch Kombination mehrerer Elemente: man begegnet hier gleichzeitig der Beleuchtung von unten, dem Gegenlichteffekt und der Konfrontierung des rötlichen Fackelscheins mit dem kalten Gaslicht. Das Bild ist recht stark nachgedunkelt, doch auch im ursprünglichen Zustand werden die bewegten Figuren der Spalierstehenden und Herzueilenden sich zu einer dichten dunklen Masse zusammengeschlossen haben, deren oberen Saum der rote Widerschein des Feuers modellierend auflöst. Vor dem prachtvollen Chaos des Rauchs zeichnen sich Menschen und Bäume silhouettenhaft ab, gespenstisch steigt links das hohe Gebäude aus dem Ungewissen, dem die helle Gaslaterne als Repoussoir dient. Ähnliche malerische Wirkungen sucht Menzel unter anderem in Bildern wie 'Friedrich und die Seinen bei Hochkirch' (1850-56), 'Bon soir, messieurs' (1858) oder dem 'Eisenwalzwerk' (1872-75). Besonders verwandt sind das Gemälde Studentenfackelzug von 1859 (Tschudi 119) und mehrere Darstellungen von Feuerbrünsten. Die Überlieferung, nach der Menzels Schwägerin Elisabeth (nach ihrer zweiten Ehe Elisabeth Milner) die Anregung zu diesem Bild gab, wird durch die Chronologie widerlegt: Elisabeth war erst bei ihrer Heirat 1864 nach Berlin gezogen." (Kat. Menzel, Berlin 1980, S. 305)
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